Wir haben Frau Redwanz über die Aufgaben einer Lehrerin interviewt.

 

Wie heißen Sie und welche Fächer Unterrichten Sie?

 

Ich bin Ina Redwanz und unterrichte seit Dezember 2017 die Fächer Deutsch und Geschichte.

 

Welche Aufgaben und Verpflichtungen müssen Sie in Ihrem Job erledigen?

 

Wenn ich gerade nicht unterrichte, plane ich den Unterricht für die nächste Zeit und Klausuren, die anstehen. Außerdem korrigiere ich Arbeiten, führe Schülergespräche/Elterngespräche, helfe bei der Planung von Klassenfahrten und bin im Digitalisierungsteam. Dazu bin ich die Fachleitung für das Fach Deutsch.

 

Bis um wie viel Uhr sind Sie ungefähr jeden Tag in der Schule?

 

 Ich bin ungefähr bis 15.00-16.00 Uhr täglich in der Schule.

 

Wie viele Klassen haben Sie dieses Jahr unterrichtet?

 

Dieses Jahr waren es tatsächlich nur 5 Klassen.

 

Beschreiben Sie ihren Beruf in einem Satz.

 

Der Beruf ist durch die Arbeit mit unterschiedlichen Menschen sehr abwechslungsreich, bereichernd und sorgt dafür, dass ich jeden Tag etwas zu erzählen habe, ob es nun zum Lachen, Ärgern oder Traurigsein ist.

 

Warum wollten Sie Lehrerin werden und an dieser Schule unterrichten?

 

Ich wollte an dieser Schule unterrichten, da ich das Prinzip unserer Gemeinschaftsschule sehr gut finde! Ich mag es mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten. Ich hatte selber eine Schulzeit, in der ich herausfordernd war und deswegen glaube ich, dass ich viel nachempfinden kann und einfach jungen Menschen Chancen ermöglichen möchte, indem ich sie so gut wie ich kann als Lehrerin begleite. Ob im Lernen, aber auch in der persönlichen Entwicklung.

 

Was mögen Sie an unserer Schule?

 

Das Kollegium ist super lieb und ich komme jeden Tag sehr gern zur Schule! Man hat als Lehrerin sehr viele Möglichkeiten sich zu entfalten und Ideen mit einzubringen.

 

Wenn Sie könnten, was würden Sie an unserer Schule ändern?

 

Mir fällt tatsächlich nichts richtig ein, außer, dass man vielleicht die Klassenräume moderner gestaltet.

 

Wir danken Frau Redwanz für ihre Zeit und ehrlichen Antworten!

 

Dieses Interview wurde geführt von Elia L. und Isabel H.

 

 

 

 

 

 

Wir haben den Schülersprecher Tom Mellenthin über seine Aufgaben als Schülersprecher interviewt.

 

Stell dich bitte erstmal vor:

Hi, ich bin Tom Mellenthin und bin 16 Jahre alt. Seit 2022 bin ich Schülersprecher der Hahnheide–Schule. Mit mir als Schülersprecherin arbeitet Baran Pasbordi.

 

Hast du früher schon in der Schule mitgewirkt?

Nein, habe ich nicht, da ich erst seit 2022 Schülersprecher bin.

 

Wie findest du die neue Schulkleidung?

Ich finde die Schulkleidung ganz okay. Meiner Meinung nach ist sie definitiv zu teuer und ich würde andere Farben wählen.

 

Warum wolltest du dich als Schülersprecher bewerben?

Es war sehr spontan, da Freunde mich dazu animiert haben. Es war eher eine Wette und daraufhin wurde ich damit konfrontiert, was man alles für Aufgaben zu erledigen hat. Jetzt bringt mir die Arbeit aber sehr viel Spaß!

 

Welche Aufgaben und Verpflichtungen hat man als Schülersprecher?

Ich mache Schuldurchsagen, wenn etwas anliegt, ich helfe Frau Hemming bei Entscheidungen, ich muss zu Konferenzen und zu SV-Sitzungen.

 

Wie viel Zeit investierst du für die Aufgaben als Schülersprecher?

Privat erledige ich nicht so viele Dinge, wenn aber etwas Wichtiges ansteht schon. In der Schule dagegen schon, ich plane Veranstaltungen wie z.B. das Fußball Derby oder den Triathlon. Außerdem erledige ich Aufgaben, die anstehen.

 

Was würdest du an der Schule ändern, wenn du könntest?

Ich persönlich, finde die Klassenräume nicht so schön. Dort würde ich z.B. die Stühle und Fenster erneuern. Der Oberstufentrakt müsste noch einmal neu gemalert werden. Außerdem würde ich einen Snack- und Getränkeautomaten aufstellen. Ab der 9. Kasse würde ich es cool finden, wenn man schon in der Pause zu Famila gehen dürfte. Um die Schule noch besser zu gestalten, würde ich z.B. noch Pflanzen ins Forum hinstellen. Ebenfalls finde ich, könnte man bei Projekten, die Umsetzung noch besser planen.

 

Wir danken Tom für seine Zeit und ehrlichen Antworten!

 

Interview geführt von Elia L. und Isabel H.

Wie vielleicht noch nicht jedem bekannt ist, wurden in den letzten zwei Jahren, seit Ende des Lockdowns 2020, die Schul-Sanitäter langsam wieder „aufgebaut“.
Diese sind nun seit neuestem in dem Krankenzimmer im Gang zum Oberstufentrakt aufzufinden. Meine Wenigkeit ist selbst Teil dieser Sanitäter und möchte Ihnen, werten Lesern und Leserinnen, einen Einblick sowie grundlegende Informationen diesbezüglich bieten.


Die Sanitäter unserer Schule stehen unter der Leitung von Fr. Lingl. Jegliche „Behandlungen“ bzw. Einsätze werden jedoch von den „diensthabenden“ Schülern ausgeführt. Diese Schüler können ab der 8. Klasse dazukommen, sofern Plätze frei sind, und indem sie sich bei der jeweiligen Leitung zur Zeit der Anmeldungsphase bewerben. Die Ausbildung als Schul-Sanitäter umfasst dann eine theoretische sowie eine praktische Ausbildung zum Thema „Erste-Hilfe“. Sobald beide Teile dieser Ausbildungen abgeschlossen sind, ist man in der Lage, bei Schul-Sportevents, aber auch in den allgemeinen Dienstzeiten während des Unterrichts und in der Pause als Sanitäter zu helfen und sich zu kümmern. Außerdem wird dieser Einsatz des Schülers in dessen Zeugnis vermerkt.
Doch so toll dies nun auch klingen mag, man muss sich auch der damit auf einen zukommenden Verantwortung bewusst sein und sich auf jegliche Vorfälle vorbereiten. Dies sollte jedoch mit der Unterstützung der „anderen Sanis“ gut möglich sein. Was aber nun genau auf einen zukommen kann, dass haben mir die Sanitäter selbst beantwortet.


Elisa aus der 9e, ist seit dem März 2022 dabei und als vollausgebildete Sanitäterin aktiv.
Auf die Frage hin, was denn normale, alltägliche Aufgaben beim Dienst sind, meinte sie: „Einmal natürlich die allgemeine ärztliche  Versorgung.“ Es komme dabei wohl auch immer auf den Vorfall an, was genau getan werden muss. „Ich hatte schon Brüche, Schürfwunden, allgemeine simple Wunden zu versorgen,
aber überwiegend kommt man zu uns bei Unwohlbefinden. Manchmal reicht dann ein Pflaster, ein offenes Ohr oder ein Kühl-Pack. Es kann aber auch vorkommen, dass bei sehr ernsten Vorfällen weitere Hilfe in Anspruch genommen werden muss, also dass man einen Krankenwagen rufen muss.“

Um es selbst als Sanitäter gut zu schaffen, müsse man gut Ruhe bewahren können, aufmerksam, arbeitsbereit, teamfähig sein und sich gut konzentrieren können. Dabei würde einem aber das tolle Teamhelfen und über die Zeit komme man aber sowieso gut rein.

Marces aus der 10a ist noch Auszubildender und seit März 2020 dabei. Seine praktische Ausbildung wurde wegen der Pandemie nun häufiger verschoben, soll jedoch dieses oder nächstes Jahr vervollständigt werden. „Als Auszubildender kann man sich in Ernstfällen, aber auch allgemein noch nicht um die Patienten kümmern. Man läuft während des Dienstes aber mit und unterstützt die anderen vom Team. Man braucht eigentlich immer Geduld und Freundlichkeit. Natürlich aber auch Kompetenz und Selbstbeherrschung, da es gut sein kann, dass man mal etwas Blut oder eine nicht so schöne Wunde zu sehen bekommt.“


Nun wissen Sie etwas mehr über unsere Sanitäter. Sollte auch ihr Interesse geweckt worden sein, melden Sie sich doch bei der nächsten Anmeldephase an.

Falls Sie sonst Hilfe bei verschiedensten Notfällen etc. benötigen, kontaktieren Sie gleich die Sanis!
Erreichbar sind unsere Sanitäter unter ihrer Nummer: 0152/36 16 48 65 – diese Nummer ist an mehreren Stellen im Schulgebäude sichtbar angebracht, sollte jedoch auch in jeder Klasse ausgehängt sein.

Ich bedanke mich nochmal herzlich bei den Sanis die ich interviewen durfte.

-Sarah W.

Wie kann man an Energie sparen? Dies ist eine Frage, welche seit Anfang des Jahres immer häufiger gestellt wurde und weiterhin aktuell ist. Wie kann man effizient sparen? Es klingt beinahe leicht, aber man tut sich doch recht schwer, wenn man nicht weiß wo man anfangen kann. Deshalb hat sich die Schülerzeitung nach mehreren Methoden erkundigt und diese hier für euch aufgezählt!

Ein Vorschlag wäre das Einlegen von Pausen beim Einseifen während des Duschens und kurzes Duschen generell. Nicht nur spart man so an Hygieneprodukten, aber natürlich auch an Wasserheißkosten und Wasserkosten. Es ist leicht zu bewerkstelligen, was eine Menge Erfolg beim Sparen verspricht, sollte man es auf Dauer praktizieren.

Unser nächster Vorschlag betrifft die Heizungskosten im Haushalt.

Zuerst wäre es empfehlenswert nur die Räume zu beheizen, in denen man sich zu dem Zeitpunkt aufhält (Erst wenn Sie den jeweiligen Raum betreten haben, anfangen zu heizen).

Wichtig ist, dass, wenn ihr zum Beispiel euer Zimmer heizt, die Heizung immer runter gedreht ist, sobald man lüftet, um die dabei sonst verbrauchte Energie zu sparen.

Sonst ist aber auch immer zu empfehlen, vor dem Heizen sich lieber erstmal dicker anzuziehen um dann zu schauen, ob es wirklich noch nötig ist, die Heizung in Gang zu bringen.

Ein weiterer Vorschlag, elektrische Devices und Elektronik betreffend ist, das Reduzieren von Devicenutzung; d.h. zum Beispiel keine zwei Devices zur selben Zeit zu benutzen. Um noch weiter zu gehen, sollte man diese auch erst beim wirklich dringlichen Bedarf laden (Erst ab 10% oder weniger). Dabei sollten Mehrfach-Steckdosen, möglichst mit einem Knopf zum Ein-und Ausschalten der Elektrizitätszufuhr, genutzt werden.

Ein weiterer allgemeiner Tipp – beim Verlassen eines Raumes immer gleich das Licht auszumachen.

Nun zu unserem letzten Vorschlag, die Verkehrsmittel betreffend.

Um Energie zu sparen, ist es natürlich immer empfehlenswert, mit dem Fahrrad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Sollte dies aber für manche nicht möglich oder zu schwierig sein, gibt es weiterhin die Chance, dabei zu sparen, indem man zum Beispiel einfach die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Nun spart diese Möglichkeiten nicht nur Energie, sondern auch CO2, womit man gleich auch etwas Gutes für das Klima tut.

Nun sind dies nur ein paar Ideen, die möglich sind, um Energie zu sparen. Sollte Ihnen, werten Lesern, noch etwas einfallen, können Sie uns gerne diesbezüglich kontaktieren, damit wir weitere Vorschläge noch verbreiten können. Es ist wichtig zu wissen und zu erinnern, dass dies schwere Zeiten für alle sind.

Man hat schon mit solchen „kleinen“ Dingen die Chance, einen Beirtrag zu leisten, um die Umwelt zu schützen

Sarah W

Am 10.03.2023 durften wir, von der Schülerzeitung, ein Interview mit Elias Geercken einem Mitglied des Trittauer Jugendbeirates führen. Die Wahl des Jugendbeirates hat vorkurzem stattgefunden und nun haben wir uns gefragt was die Aufgaben und der Sinn hinter dieser Gruppe Jugendlicher überhaupt ist.

Was ist der Jugendbeirat und was macht ihr dort?

Der Jugendbeirat ist in erster Linie ein Zusammenkommen, wo man bespricht was man in Trittau gut bzw. schlecht findet als Jugendlicher. Wir setzten uns also gemeinsam hin und reden über Ideen, was man eben besser machen kann: Zum Beispiel, dass es bessere Busverbinden geben sollte, es sollte ein schnelles Restaurant geben, welches für Jugendliche bezahlbar ist oder auch ein Platz, wo sich Jugendliche treffen können. Das sind grundlegende Ideen, aber in der Grundidee ist es einfach etwas wo man hinkommen kann, wenn einen etwas nervt. Es ist auch nicht so, dass nur darüber gesprochen wird, es geht natürlich auch ein bisschen um Spaß und auch das wir persönlich werden, es ist jetzt keine Distanz da. Wenn sich dann getroffen wird und man hat ein Thema, dann kann man mit diesem Thema zur Gemeinde gehen, da gibt es Sitzungen – wie beim Bundestag kann man sich das vorstellen – und da dürfen wir dann daran teilnehmen und dort dann auch sprechen, unsere Meinung sagen und auch Anträge stellen.

Das wichtige ist also, dass Jugendliche ihre Stimme erheben dürfen.

Wie lange gab es schon die Idee des Jugendbeirates schon?

Die Idee des Jugendbeirates war schon immer da, es hat sich leider nur nie eine Gruppe gefunden, die es auch nun wirklich zu Ende gebracht hat. Ich persönlich bin seit 2020 dabei. Ich wurde von der Gemeinde auch als kommissarisches Jugendbeiratsmitglied gewählt und wurde von der Gemeinde dazu beauftragt, einen Jugendbeirat auf die Beine zu stellen. Seit 2020 war dann der Grundkern mit einer Gruppe des Jugendbeirates gelegt, die ist dann allerdings auseinandergefallen und seit 2022 hat es dann wieder richtig angefangen mit einer neuen Gruppe.

Was sind die Ziele eures Teams für die Zukunft?

Es gibt tatsächlich schon einige Ideen wie zum Beispiel Partys im Jugendzentrum. Es gab auch Ideen zu einem Ort, wo Jugendliche hin können. Unsere Gruppe hat sich auch darum gekümmert, eine Bank beim Freibad zu bekommen, wo dann mehr Leute und Gruppen sitzen können und in diese Richtung geht es dann. Wenn aber auch jemand neu dazu kommt, ist es natürlich auch so dass jeder neue Ideen haben kann, die wir dann versuchen durchzuführen.

Warum bist du persönlich eingetreten und wie bist du darauf gekommen?

Als ich neu in die Schule hier gekommen bin, war in der 5. Klasse meine erste Frage wie ich Schülersprecher werden kann. Ich war also schon immer Politik interessiert, ich trete auch zur Kommunalwahl in Trittau an, und mich hat es immer genervt wenn Erwachsene Jugendlichen mit Ideen nicht zugehört haben, das war auch eine Sache die mich zum Jugendbeirat gebracht hat. Der Jugendbeirat ist dafür dann eine gute Lösung, denn es gibt ein Gesetz was sagt das Jugendliche beteiligt werden müssen, wenn ein neues Gesetz oder eine neue Verordnung erlassen wird, und deshalb müssen sie dann auch auf den Jugendbeirat hören.

Ich bin darauf gekommen, weil ich damals Schülersprecher war, und der Bürgermeister hatte mir eine E-Mail geschickt, da er mir das vorschlagen wollte und das hat er dann gemacht und mir gefiel die Idee. Daraus hat sich das dann ergeben.

Braucht man ein bestimmtes Alter haben, um eintreten zu können?

Die Jugendbeiratsmitglieder sind zwischen 12-21. Es sind also wirklich nur Jugendliche und keine Erwachsenen. Es sollen auch keine zu Kleinen dabei sein, weil man ja trotzdem auch Verantwortung braucht und man muss auch schon Sachverhalte verstehen können.

Wie hat sich dein Leben dadurch verändert und welche Lektionen hast du daraus mitgenommen?

Natürlich lernt man sehr viel und kämpft anfangs sogar gegen die Erwachsenen, die erst einmal gar nicht verstehen was wir erreichen und verändern wollen.

Damals wollte die Politik, dass nur Leute aus Trittau unserem Jugendbeirat beitreten, was ich gegenüber den Leuten aus Mühlenrade, Köthel und Umgebung ziemlich unfair fand, da sie genau so viel Zeit hier verbringen wie Trittauer und daher das gleiche Recht haben sollten, wie alle anderen. Unser Kampf, auch Leute aus anderen Orten mit einbeziehen zu dürfen, hat zwei Jahre gedauert. So etwas zeigt, wie viel Durchsetzungsvermögen man braucht und was man alles ertragen muss, wie zum Beispiel Streitigkeiten mit Erwachsenen, die nicht deiner Meinung sind. Es hat sich aber gelohnt. Momentan sind alle, die etwas zu entscheiden haben, dafür und unterstützen uns bei unserer Entscheidung. Natürlich kommen da auch Ausnahmen vor, wie in dem Falle vereinzelte Politiker.

Geht der Jugendbeirat von der Schule aus?

Unser Ziel war es, dass die Schulen definitiv Anteil daran haben und uns mit unter die Arme greifen, wozu es auch zu konkreten Gesprächen und durchaus auch Kommunikationsprobleme auf beiden Seiten kam. Mittlerweile hat sich das aber gelegt und wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir sowohl mit dem Gymnasium, als auch mit der Hahnheide-Schule miteinander kooperieren können. Um die Schüler und Schülerinnen Anteil an unserer Arbeit haben zu lassen, wollen wir, dass an den Schulen eine Wahl durchgeführt wird. Ob das wirklich durchgesetzt wird, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, arbeiten aber weiterhin an der Umsetzung und inwiefern die Organisation es zulässt, Schüler und Schülerinnen in der Schule wählen zu lassen, da sie leider nicht so einfach in ein separates Wahllokal können.

Wie ist es mit neuen Mitgliedern und der Teamarbeit?

Man musste im Endeffekt viel Werbung aushängen. Außerdem haben wir auch eigenständig herumfragen müssen, wer sich denn für diesen Job interessieren würde und mit einsteigen mag. Natürlich wurde es nach einiger Zeit auch anstrengend, von vielen eine Absage zu bekommen. Nun ist es so, dass nicht jeder in der Politik mitwirken möchte, was auch nichts Verwerfliches ist. Als wir dann ein Team zusammenbekommen haben, funktionierte die Arbeit miteinander wirklich gut, da jeder neue Ideen, Freude an der Arbeit und Lockerheit ins Team mitbringt. Durch die Unterstützung von Pädagogen wird auch das ein oder andere Mal eine Pizza spendiert, was das Ganze untereinander nochmal ein bisschen lockerer macht.

Ist es eher eine interessante Arbeit oder doch eher wie eine Verpflichtung?

Verpflichtend kann man sich dort meiner Meinung nach nicht fühlen, da es ja auch auf freiwilliger Arbeit basiert. Wie schon gesagt, arbeiten wir in einem lockeren und gemeinschaftlichen Klima. Auch wenn einige Leute, die damals mal etwas beigetragen haben, lange nicht mehr dabei waren, ist es für uns kein Problem da sie etwas geleistet haben und uns unterstützten. Lässt man sich nun in den Jugendbeirat einwählen, hat man sechs Treffen im Jahr und kann ab und zu bei Treffen in der Politik teilnehmen. Vor allem aber hängt es auch von dem Jugendlichen ab, wie sie sich den Beirat für sich persönlich wünschen. Hier organisieren sie es selbst und können dem entsprechend auch zum Beispiel ein Treffen mehr einplanen, weglassen oder das Programm des Treffens variieren.

Hat der Jugendbeirat einen festen Standort?

Unsere Treffen halten wir oft im Bürgerhaus, da es dort immer Räumlichkeiten gibt, die auch der Jugendbeirat nutzen kann. Andererseits können wir auch die Sitzungsräume in der Gemeinde, also im Verwaltungsgebäude buchen und dann für unsere Besprechungen nutzen.

Appell an die Leser von Elias Geercken

Elias hofft, dass sich weiterhin zahlreiche Jugendliche für unseren Jugendbeirat interessieren und die Chance hinter ihren gegebenen Möglichkeiten, zur Veränderung ihrer Zukunft, wahrnehmen und umsetzen wollen.

 

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Elias, dass er uns die Fragen zum Jugendbeirat beantwortet hat. Wir hoffen nun das ihr den Jugendbeirat besser kennen lernen konntet und wisst, wozu der Jugendbeirat da ist.

Am 11.11.2022 durften wir von der Schülerzeitung unsere Schulleiterin Frau Hemming interviewen. Sie hat viel zu tun. Sie hat sich aber zwischendurch Zeit genommen, um uns einige Fragen zu beantworten, damit wir und Ihr sie besser kennenlernen könnt.

 

Wie sind Sie auf unsere Schule aufmerksam geworden?

Ich habe mich irgendwann dazu entschieden, mich auf Schulleitungsstellen zu bewerben. Dafür gibt es ein Nachrichtenblatt, in dem solche Stellen stehen. Dann habe ich mich für einen Umkreis entschieden, wo ich mir das vorstellen kann und Trittau gehörte dazu. Und so bin ich auf diese Stelle aufmerksam geworden.

Was sind Ihre Hauptfächer und warum diese?

Meine Hauptfächer sind WiPo und Geschichte. Das hat sich mit der Zeit so ergeben. Ich wollte nach der Schule eigentlich in einem Buchverlag arbeiten und mein Hauptinteresse lag in der Geschichte und im Bereich WiPo. Das habe ich dann in Heidelberg im Grundstudium gemacht und habe dann aber gemerkt, dass mein Herz eigentlich fürs Lehramt schlägt. So habe ich dann im Hauptstudium Geschichte und Gemeinschaftskunde – so heißt das in Hamburg – gemacht und Pädagogik nachgezogen. Und so ist das gekommen.

War Lehrerin bzw. Schulleiterin denn schon immer Ihr Traumberuf?

Ja – tatsächlich ja. Früher als Kind wollte ich immer Lehrerin werden. Ich glaube, ich wollte das deshalb, weil ich es bei meinen Eltern, die auch beide Lehrer waren, so schön erlebt habe. Beide haben ihren Beruf super gerne gemacht und so bin groß geworden. Den Beamtenkonstrukt empfinde ich als große Sicherheit und Privileg und deswegen war das als Kind immer schon der Beruf schlechthin.

Warum haben Sie die Schule gewechselt?

Weil ich Schulleiterin werden wollte. Ich habe mein Referendariat an zwei Gymnasien in Hamburg gemacht. Mein Hauptseminarleiter – der hat die Gymnasiallehrkräfte sehr auf Gemeinschaftsschule und Gymnasien vorbereitet. Mir hat die Ausrichtung auf die Gemeinschaftsschulen sehr gefallen und ich habe mich bei der Anne-Frank-Schule in Bargteheide beworben und mich persönlich vorgestellt. Ich hatte in den ersten zwei Jahren immer befristete Arbeitsverträge, bis ich dann eine volle Stelle bekommen haben – und so war der Weg.

 

Ich habe hier auch eine großartige Schülerschaft, ein sehr tolles Kollegium und eine tolle SV.“

 

Mögen Sie die Stelle als Schulleiterin?

Total. Ich fühle mich total wohl hier, ich mag die Arbeit als Schulleiterin unheimlich und merke, dass meine Ideen aufgehen. Natürlich war mir vorher klar, dass ich keine Klassenleitung und den direkten Kontakt, den man als Klassenleitung hat, nicht mehr haben kann. Beides schafft man einfach nicht.

Ich hatte die Erfahrung als Klassenleitung, als ich Bargteheide unterrichtet habe, intensiv und ganz toll erlebt. Für mich ist es so, als wäre das Kollegium meine Klasse, die sich hier wohlfühlen und das bekommen, um in ihrem Beruf weiterzukommen. Und das macht mit diesem Kollegium besonders viel Spaß.

Ich habe hier auch eine großartige Schülerschaft, ein sehr tolles Kollegium und eine tolle SV.

Wie gefällt ihnen die Arbeit im Allgemeinen?

Es ist schöner als ich dachte. Man kann sich nie richtig vorstellen, wie es mit dem Kollegium wird und natürlich ist das Risiko dahinter, sich von seinem alten Standpunkt weg zu bewegen. Aber das Risiko muss man gehen und das ist in meinen Vorstellungen aufgegangen.

Was möchten sie an der Schule ändern?

Es gibt hier an der Schule eine Gruppe, welche sich „Ideenschmiede“ nennt, dort reden wir über Dinge wie „was möchten wir ändern?“ und „wo möchten wir eigentlich hin?“. Für dieses Jahr ist ein Foto rausgekommen, mit der Unterschrift „Gut für eigenverantwortliches Arbeiten“, dieses hat die Gruppe eigenverantwortlich formuliert und da sind wir gerade sehr dran, um das auf verschiedenen Ebenen auch deutlich zu machen.

Die SV kam außerdem auf mich zu und hatte die Idee, Schule gegen Rassismus, Schule für Courage zu werden, was ich großartig finde. Damit lasse ich dann die SV gehen und kriege regelmäßig Rückmeldung wie weit sie sind, wo es hakt oder wo sie Unterstützung brauchen.

Man könnte jetzt fragen, warum denn Schule gegen Rassismus, hier ist doch nicht viel Rassismus und dass stimmt. Indem Falle heben wir hier ein ruhiges Pflaster aber umso wichtiger und umso schöner finde ich ist es, wenn wir was dagegen machen, sodass es nicht dazu kommt.

Nämlich laut sagen: Wir Schülerinnen und Schüler in Trittau machen uns stark gegen Rassismus und auch außerhalb vom Schulalltag. Wir haben da einen Blick drauf und wissen, was damit gemeint ist, kriegen da ein Gefühl für und haben Courage genug, um uns da stark zu machen.

Die Idee kommt nicht von mir, sondern von der SV aber sowas meine ich, ich möchte solche Ansätze aufnehmen und gucken was möchten wir gerne, wo möchten wir hin, wofür brennen wir und gibt es eine Möglichkeit das im Schulalltag abzubilden, damit der Schulalltag für Schülerinnen und Schüler zur Lebenswelt ein bisschen mehr dazu gehört und nicht das Pflichtprogramm für den Vormittag ist.

 

„Ich komme hier morgens zwischen 07:00 und 07:30 Uhr hin und freue mich, dass Frau Albrecht da ist.“

 

Wie sieht ihr Tag als Schulleiterin aus?

Ich komme hier morgens zwischen 07:00 und 07:30 Uhr hin und freue mich, dass Frau Albrecht da ist, weil sie mir meinen Tag sortiert und strukturiert. Meine erste Frage ist: wann habe ich mein erstes Gespräch“ und sie weiß es.

Dann werfe ich einen Blick in meinen Kalender, welcher meistens immer ziemlich voll ist. Herr Fischer kommt dann und erzählt mir, was ich über die Veränderungen im Vertretungsplan wissen muss, da es ja manchmal auch Situationen gibt, in denen wir oder in denen ich auch spontan mit rein springen muss.

Unter anderem habe ich vielerlei Gespräche, manchmal Hospitationen wenn Lehrkräfte das gerne möchten oder wenn es darum geht, sich irgendwo zu bewerben oder es gibt irgendwelche Anlassbeurteilungen.

Danach habe ich Gespräche mit dem Leitungsteam, spreche mit dem Hausmeister und in den Pausen versuche ich dann beim Kollegium zu sein, was ich nicht immer schaffe, für mich aber ein wichtiges Anliegen ist, einfach mal da zu sein und ansprechbar zu sein. Danach habe ich ein bisschen Unterricht und so Nachmittags, ab 15:00 Uhr, Retour ich alles was war und bin dann so um 18:00/18:30 Uhr zuhause.

 

Das war unser Interview mit Frau Hemming, wir hoffen, wir konnten für die, die sie noch nicht kennenlernen konnten, einen netten ersten Eindruck hinterlassen. Ansonsten möchten wir uns nochmal bei Frau Hemming für das nette Interview bedanken und vor allem bei den Lesern fürs Lesen.

Stand 30. Oktober 2022 gehen 197.268 Ukrainer:innen auf deutsche Schulen – bisher. Was passiert in ihrem Heimatland? Wie können wir ihnen helfen, sie integrieren? Welche Informationen brauchen ukrainische Schüler:innen in Deutschland? Was hilft uns, zu verstehen? Wichtige Fragen, denen wir und andere Schülerzeitungs-Redaktionen nachgehen und darüber auf der Ukraine-Bulletin berichten.

Die Ukraine-Bulletin (kurz: #ukrbt) ist ein Media4Teens-Projekt des Vereins sii-kids & -talents e.V. aus Schleswig-Holstein, finanziell unterstützt vom D-S-E-E (Deutsche Stiftung für Engagement-und Ehrenamt). Dabei entsteht eine Gemeinschafts-Schülerzeitung mit Ukraine-Bezug – digital, multimedial, mehrsprachig. Daran beteiligen sich Jugendredakteure von verschiedenen Schülerzeitungen und schreiben dafür Artikel.

Für die Teilnehmer gibt es kostenfreien Support (u.a. Peer2Peer), kostenfreie Workshops, einen Schülerzeitungs-Wettbewerb und 5 neue Online-Schülerzeitung (die Websites dazu). Aktuell ist eine Projektlaufzeit bis Ende Dezember vorgesehen.

Vor Weihnachten wird die Preisverleihung sein, aber die ehemals besten Online-Schülerzeitungen von Deutschland erKant sowie Kalkuhl-SZ können bei diesem Schülerzeitungs-Wettbewerb nicht gewinnen, denn: sie leisten aktuell nicht nur Support, sondern werden auch in der Jury sitzen!

Inhaltlich können Artikel im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dem Leben in Deutschland geschrieben werden.

Zum Beispiel welche über den Krieg, politische Entwicklungen, wirtschaftliche und Umwelt betreffende Zusammenhänge, Flüchtlingsunterkünfte, die Flucht an sich, wie das Leben in Deutschland ist, wie in der Ukraine, über Religion und Gesellschaft, Werte, Alltag, Schule, welche Hilfen / NonProfit-Organisationen es gibt und so weiter. Bei den Themen Aktuelles, Politik und (Non-Profit) Hilfen sind wir schon richtig gut gewesen und haben in der Summe bereits 70 Artikel geschrieben – seit Mitte September.

Besonders erfreulich wären jetzt noch Interviews mit ukrainischen Schüler:innen beziehungsweise Berichte über deren Erlebnisse – da ist noch viel Luft nach oben! Es könnten auch noch jede Menge Artikel über aktuelle (Hilfs-) Aktionen an Schulen, Integrations-Projekte, Berichte aus dem DAZ-Unterricht und Vieles mehr geschrieben werden.

Wir, unsere Redaktion, ist dabei und engagiert sich bei dem Projekt!

Welche Schulen beziehungsweise Schülerzeitungen bisher noch mitmachen und wie sich Weitere beteiligen können, steht auf der Website geschrieben: https://ukrbt.media4teens.de/support-projekt-infos/

Im Zusammenhang mit „Journalismus macht Schule“ wurde Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit gegeben Fragen rund um den Journalismus an Journalisten zustellen. Im Zuge von Corona lief alles online.

Wir hatten unser Treffen am 15. Juni 2021 mit Ina Reinhard von dem Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag. Sie schreibt dort die Kinder Nachrichten (KINA).

Zuerst wurde uns erklärt, was Journalismus genau ist. Dabei hat sich herausgestellt, dass Journalismus eine Art der Kommunikation ist und auf gesellschaftlichen Beobachtung und Hinterfragungen basiert. Auch haben wir darüber gesprochen, wie eine Nachricht zu einer Nachricht wird und wie diese möglichst interessant gestaltet werden kann. Verdeutlicht hat sich dabei, dass eine Nachricht vom Interesse der Menschen abhängig ist und durch Hören oder Sehen entsteht. Ebenfalls sollten die fünf W-Fragen beantwortet werden und mindestens zwei Quellen zur Grundlage haben, damit Fake-News vermieden werden. Auch sollte eine Nachricht objektiv geschrieben werden. Zusätzlich hat uns Frau Reinhard noch Tipps gegeben wie eine Nachricht oder ein Artikel verfasst werden kann. Zum Beispiel sollte das Wichtigste und Neueste ganz am Anfang einer Nachricht stehen und dass man sich eventuell auch Notizen vorher macht, was man schreiben möchte.

Alles im allem war das Treffen sehr aufschlussreich und hat uns Spaß gemacht.

 

Sötje Özen

Viele können mit dem Begriff „Inklusion“ nicht viel anfangen, dabei ist es ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Dies liegt vermutlich daran, dass in der jetzigen Gesellschaft nicht genug aufgeklärt wird. Aber was genau ist Inklusion eigentlich?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch mit in die Gesellschaft mit eingeschlossen wird und somit die gleichen Rechte und Chancen hat. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen „männlich“, „weiblich“ und „divers“, sondern auch zwischen „behindert“ und „nicht behindert“, „dunkelhäutig“ und „hellhäutig“, „alt“ und „jung“ und noch mehr.

„Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt.“

– Reinhard Turre

Die Inklusion betrifft alle Bereiche des Lebens, also Sprache, Schule, Wohnen, Arbeiten, etc. Kurzgesagt: das ganze Leben und alles was dazu gehört. Zum Beispiel wird der Unterricht so ausgerichtet, dass auch Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Sprachschwierigkeiten dem Unterricht folgen können. Es können auch Texte in „leichte Sprache“ übersetzt bzw. umgeändert werden. So können ebenfalls mehr Menschen die Texte verstehen und sich darüber austauschen. Auch die Gebärdensprache spielt eine große Rolle in der Inklusion, vor allem während der Pandemie, da taube Menschen, durch die Masken, nicht von den Lippen ablesen können, was allerdings auch ein Teil der Gebärdensprache ist. Gebärdensprache ist übrigens, wenn die Hand bzw. der Körper Bewegungen macht, welche bestimmte Wörter oder Buchstaben bedeuten. Auch weniger Treppen und mehr Aufzüge oder Rampen können helfen. So können nicht nur Kinderwägen leichter benutzt werden, sondern auch Rollstuhlfahrer*innen können sich so leichter bewegen.

Außerdem gibt es die UN-Behindertenkonversion, die sich für die Inklusion einsetzt. Es gibt sie seit 2008 und wurde von über 180 Staaten, darunter Deutschland, anerkannt. Sie verpflichten sich somit die Forderungen der Konversion umzusetzen. Die Konversion fordert, dass alle Menschen mit Behinderung Teil der Gesellschaft werden. Dies wollen sie durch Abschaffung der Barrieren, wie zum Beispiel Rampen statt Treppen, ein selbstbestimmtes Leben für Behinderte und die gleichen Rechte für alle erreichen.

Inklusion ist also die Einschließung aller Menschen in die Gesellschaft.

Aber warum ist Inklusion so wichtig?

Inklusion ist wichtig, da sich niemand ausgeschlossen fühlen soll oder vernachlässigt werden soll. Jeder soll sich wohlfühlen. Dabei ist es egal wie er aussieht, was er für Krankheiten hat, wo er herkommt etc. Alle sollen in die Gesellschaft mit eingebunden werden. Dabei hat jeder die gleichen Chancen und Rechte. Um das Ziel zu erreichen muss vor allem aufgeklärt werden und Vorurteile beseitigt werden. Durch die Aufklärung können sich dann mehr Menschen für Inklusion einsetzten und so kann eine inklusivere Gesellschaft entstehen, in der sich alle wohlfühlen.

Es gibt in Deutschland verschiedene Organisationen, die sich für Inklusion einsetzten. Zum Beispiel Aktion Mensch (https://www.aktion-mensch.de/) oder auch den Inklusionskongress (https://inklusionskongress.de/) und viele weitere. Sie veranstalten meistens auch regelmäßig Aktionen, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen. So hat Aktion Mensch 2019 das Jugendaktionscamp veranstaltet und der Inklusionskongress 2021 den dritten Online-Inklusionskongress. Damit versuchen sie mehr Leute über Inklusion aufzuklären.

Inklusion ist also wichtig, damit jeder Mensch ein Teil der Gesellschaft ist und sich wohlfühlt.

 

Sötje Özen

Am Samstag den 14.11.2020 waren wir (die Klasse 5b) in Rausdorf und haben den Hof der Familie Burmeister besucht. Dort kann man frische Landeier, aus Freilandhaltung, in einem kleinen Hofladen kaufen. Frau Burmeister war so freundlich uns, trotz der Corona-Pandemie und der zusätzlich nötig gewordenen Stallpflicht, wegen der Vogelgrippe, zu empfangen.

Sie hat uns zu einer Hofbesichtigung eingeladen und uns wissenswertes über den Hof und die Tiere erzählt. Auf dem Hof leben 228 Legehennen und zwei Hähne. Mit 16. Wochen kommen neue Hühner bei der Familie Burmeister auf dem Hof an. Noch legen sie keine Eier und bleiben für die ersten zwei Wochen im Stall. Im Durchschnitt werden ihre Legehennen 12-15 Monate alt. Dann legen sie weniger Eier. Wenn die Hennen das Alter erreicht haben kommt ein mobiler Schlachter auf den Hof und man kann sie später als Suppenhuhn im Hofladen kaufen.

Trotz Stallpflicht durften wir uns alle Lebensbereiche der Hühner angucken. Am Ende der tollen Führung durften wir sogar selber die frischen Eier aus den Nestern sammeln. Das war eine tolle Erfahrung und wahnsinnig interessant. Wir hatten Glück und durften beobachten wie eins der Hühner direkt vor unseren Augen ein Ei legte. Danach hat es aufgeregt gegackert und wir konnten das noch warme Ei direkt einsammeln. Frischer geht es wirklich nicht.

Bei unseren weitern Beobachtungen fiel uns eine verletzte Henne auf. Diese wurde dann sofort liebevoll, unter den Arm, in die Krankenstation gebracht. Frau Burmeister erklärte uns, dass es selten mal ein krankes Huhn gibt, das dann aber sofort aus der Gemeinschaft genommen wird, damit es in Ruhe genesen kann.

Die von uns handverlesenen Eier haben wir dann direkt gekauft und mit nach Hause genommen. Die Familie hat uns auch erlaubt Fotos zu machen und wir dürfen diese ausdrücklich gerne zeigen.

Uns wurde auch erklärt, dass mehrere Hähne nur zusammen halten kann wenn sie sich von Geburt an kennen oder als Küken zusammen aufgewachsen sind. Die Hähne bei der Familie Burmeister sind Geschwister.

Im Notfall werden die Hühner draußen gehalten in einem mobilen „Hühnerhotel“ oder auch Hühnermobil genannt. Das ist ein Anhänger, der einmal in der Woche seinen Platz wechselt. Darin schlafen die Hühner nachts auf Stangen. Futter und Wasser bekommen sie auch nur im Mobil, damit draußen keine Wildvögel oder Feinde angelockt werden. Auch die Nester befinden sich darin. Vor dem mobilen Hühnerstall sind halbrunde, flache Bleche aufgestellt, die man Tunnel nennt. Darunter finden die Hühner Schutz vor der Sonne und Fressfeinden wie zum Beispiel dem Habicht. Der Habicht frisst nämlich Hühner. Damit das aber nicht passiert beschützen die beiden Hähne ihre Hennen. Wenn ein Raubvogel kommt schlagen sie mit einem lauten Ruf Alarm und alle Tiere flüchten unter die Tunnel. Frau Burmeister erzählte uns, dass die Hähne jede Woche nach dem umparken des Hühnermobiles, einen Probealarm starten. Anfangs hat sie dann immer nervös am Himmel nach dem Habicht Ausschau gehalten. Nun weiß sie, dass es sich, zu diesem Zeitpunkt, nur um eine Übung handelt.

Wir sind positiv von diesem Hof und der dort praktizierten Freilandhaltung beeindruckt. Die Tiere  haben viel Platz mit ihren Artgenossen und werden sehr fürsorglich behandelt. Frau Burmeister hat uns erzählt, dass sie bei dieser Haltungsweise auch immer mal wieder ein Lieblingshuhn dabei hat, das sich durch besondere Charakterzüge hervorhebt. Diese Hühner bekommen dann einen Namen. Wie in dem Fall von Giesela. Dieses verrückte Huhn flattert für ihr Leben gern über den Weidenzaun zu den Pferden rüber. Natürlich zu dem Größten. Das Pferd macht sich einen Spaß daraus Giesela zu jagen. Wenn es dem Huhn zu viel wird, flattert es einfach wieder zurück über den Zaun zu seinen Artgenossen. Das Pferd bleibt vor dem Zaun stehen und schaut hinterher, bis die verrückte Giesela wieder Lust zum Spielen hat. Frau Burmeister und auch die Einsteller der Pensionspferde kennen und lieben dieses Schauspiel. Darum wird Giesela auch nicht als Suppenhuhn sondern, am Ende ihrer Legezeit, lebend verkauft werden. Außerdem lebt noch ein weiteres Huhn in der Gruppe, das von Frau Burmeister den Namen Aggro-Agathe bekommen hat. Dazu braucht man wohl nichts weiter zu erklären.

Solche tollen Geschichten erlebt man wirklich nur auf dem Land. Zusätzlich lebt der Hof noch von der Rinderhaltung. Hier handelt es sich um Mastvieh, dass heißt ausschließlich zur Fleischgewinnung. Aber auch hier hat schon das ein oder andere Tier bis zum Lebensende auf dem Hof bleiben dürfen, weil es so zahm war, dass man sogar darauf reiten konnte.

Lara Bensch